Computer Aided Translation

By |2018-11-02T10:07:54+00:0019/10/18|Categories: Artikel|Tags: , , , , |

Welche Vorteile bringen CAT-Tools beim Übersetzen?

Computer Aided Translation (CAT) bezeichnet die Tatsache, dass ein Computer einen Übersetzer dabei unterstützt, einen Text von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Es gibt zahlreiche verschiedene CAT-Tools auf dem Markt und das nicht ohne Grund, denn Übersetzungssoftware bringt einem Übersetzer ein paar entscheidende Vorteile.

Termdatenbank: die konsistente Verwendung korrekter Fachterminologie

In einem CAT-Tool können in einer sogenannten Termdatenbank verschiedene Begriffspaare (für die zu übersetzenden Sprachen) im Voraus eingespeichert werden, damit sie später beim Übersetzen zur Verfügung stehen. Dadurch wird gewährleistet, dass ein Begriff im ganzen Text immer gleich übersetzt wird. So wird vermieden, dass in der Industrie beispielsweise ein und dasselbe Maschinenteil unterschiedlich bezeichnet wird. Nicht selten kommt es nämlich durch unklare Begrifflichkeiten zu unnötigen Fragen und damit zu Produktionsverzögerungen. Gerade für grosse Firmen ist es zudem sehr wichtig, dass immer die gleiche Terminologie verwendet wird, denn nicht zuletzt steht eine konsistente Terminologie auch für die Firmenreputation.

Translation Memory: Identische Sätze werden konsistent übersetzt

Kommt ein Satz mehrmals in der Übersetzung vor, ist es wichtig, dass er immer gleich übersetzt wird. Das schafft für den Leser eine gewisse Einheitlichkeit und stärkt das Vertrauen, dass korrekt und sorgfältig gearbeitet wurde. CAT-Tools unterstützen den Übersetzer in der Konsistenz von ganzen Passagen, indem übersetzte und bestätigte Segmente automatisch vorgeschlagen werden, wenn sie in gleicher oder ähnlicher Form nochmals erscheinen. Im Translation Memory werden diese Segmente abgespeichert und stehen jederzeit zur Verfügung.

Formatierung: Der Kunde erhält den Text im gleichen Format zurück

Um den Aufwand für den Endkunden zu minimieren, verfügt ein CAT-Tool über die Funktion, dass ein eingespeister Text im selben Format wieder ausgegeben wird. So müssen weder der Übersetzer noch der Kunde unnötige Zeit dafür aufwenden, die Übersetzung in das richtige Format zu packen, denn das übernimmt alles die Software.

Segmentierung zur Vermeidung von Auslassungen und Nicht-Übersetzungen

Ohne CAT-Tool kann es schon mal vorkommen, dass man einen Satz oder ein Wort übersieht und in der Folge nicht übersetzt. Durch die fortlaufende Unterteilung des Textes in einzelne kurze Segmente von jeweils einem Satz wird dieser Tatsache entgegengewirkt. Wenn etwas fehlt, fällt es so direkt auf.

Das Berufsbild des Übersetzers

By |2018-10-17T14:08:49+00:0024/09/18|Categories: Artikel|Tags: , , , |

Was macht ein Übersetzer eigentlich genau?

„Du bist ja Übersetzer… Dann sprichst du sicher acht Sprachen fliessend und übersetzt live bei Verhandlungen und Pressekonferenzen, nicht wahr?“ Das Berufsbild des Übersetzers ist nicht für jedermann gleich klar definiert und es existieren viele Mythen und Halbwahrheiten über den Beruf. Bringen wir also etwas Klarheit in das Berufsbild des Übersetzers.

Was ist ein Übersetzer und was macht er?

Übersetzer sind einfach ausgedrückt Sprachmittler. Üblicherweise beherrschen sie zwei oder mehrere Fremdsprachen und übersetzen verschiedene Texte aus diesen Sprachen in ihre Muttersprache. Wenn wir von Übersetzen reden, sprechen wir daher ausschliesslich von schriftlicher Sprachmittlung. Für alles Mündliche sind nämlich unsere Berufskollegen, die Dolmetscher, zuständig. Übersetzer transferieren also einen fremdsprachlichen Text in ihre Muttersprache und achten dabei auf inhaltliche, sprachliche und stilistische Korrektheit der Übersetzung. Textsortenspezifische Eigenheiten müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Falls notwendig, werden auch kulturelle Unterschiede zwischen den beiden Sprachen sowie länderspezifische Eigenheiten miteinbezogen.

Welche Hilfsmittel benutzt ein Übersetzer?

Es ist ein Mythos, dass ein Übersetzer das ganze Vokabular einer Fremdsprache in seinem Kopf gespeichert hat und niemals zu einem Wörterbuch greift. Dies nicht zuletzt auch aus dem Grund, dass ein Wort in bestimmten Kontexten ganz unterschiedliche Bedeutungen aufweisen kann. Dies gilt es abzuklären, bevor ein Begriff in eine andere Sprache übersetzt wird. Gängige Hilfsmittel eines Übersetzers sind also zum Beispiel Lexika, Fachwörterbücher, das Internet, Terminologie-Datenbanken und CAT-Tools (Software für Computer gestützte Übersetzung).

Wo arbeiten Übersetzer?

Grundsätzlich stellen sich Übersetzer zwei Optionen: das Angestelltenverhältnis oder die Selbständigkeit beziehungsweise Teilselbständigkeit. Festanstellungen finden Übersetzer beispielsweise in der Industrie, in Banken, Versicherungen, Verwaltungen, internationalen Organisationen, Werbeagenturen, Medienunternehmen, Verlagen oder in Übersetzungsagenturen. Einige Übersetzer machen sich auch komplett selbständig oder selbständig im Nebenerwerb, um ein fixes Standbein zu behalten.

Wie werde ich Übersetzer?

In der Schweiz gibt es aktuell drei verschiedene Institutionen, an denen man sich zum Übersetzer ausbilden lassen kann: die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur, die Fakultät für Übersetzen und Dolmetschen (FTI) in Genf und die Höhere Fachschule für Sprachberufe (SAL) in Zürich. In diesen Bildungseinrichtungen wird zukünftigen Übersetzern das notwendige Sprachwissen und technische Knowhow vermittelt, damit sie den Beruf des Übersetzers später professionell ausüben können.

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