Der rote Faden im Text

By |2019-06-28T05:41:32+00:0028/06/19|Categories: Artikel|Tags: , , , , |

Wie gebe ich meinem Text eine logische Struktur?

Der rote Faden. Sicherlich haben Sie schon einmal davon gehört. Der symbolische rote Faden, der sich durch einen ganzen Text zieht – oder eben auch nicht… Es ist nicht immer leicht, einen Text logisch aufzubauen, doch mit ein paar simplen Tipps und Tricks wird es ein bisschen leichter – versprochen!

Der rote Faden

Als Leser will man durch einen Text geführt werden, sonst ist man schnell verloren und legt den Text beiseite. Es braucht also eine klare Struktur, dank der auch wesentlich mehr im Gedächtnis des Lesers hängenbleibt. Einfach draufloszuschreiben empfiehlt sich in den wenigsten Fällen, denn so geht die Kernbotschaft sehr schnell flöten. «Was wollte ich mit diesem Text eigentlich sagen?», fragt man sich dann. Und genau das ist der Ausgangspunkt für eine gute Textstruktur: die Intention des Textes.

Die Intention / die Absicht Ihres Textes

Fragen Sie sich zu Beginn Ihres Textes: «Worum soll es gehen?» Meistens wissen Sie das bereits in etwa, denn jemand hat Sie vielleicht damit beauftragt, einen Beitrag zu einem bestimmten Thema zu verfassen. Fragen Sie sich also als nächstes: «Welche Hauptbotschaft soll vermittelt werden?» Damit stecken Sie die Eckpunkte Ihres Textes schon grob ab. Als hypothetisches Beispiel: «Nachdem der Leser diesen Text gelesen hat, kennt er die fünf Arten, wie sich ein Faultier gegenüber Feinden verteidigen kann.»

Die Gliederung des Textes

Nachdem Sie also wissen, welches die Hauptbotschaft sein soll, können Sie den Text grob gliedern. Schreiben Sie drei bis vier Gliederungspunkte auf, wie zum Beispiel: Einleitung (Beschreibung des Problems, der Ausgangslage), Hauptteil (Die verschiedenen Verteidigungsarten von Faultieren), Schlussteil (Abschluss, Ausleitung aus dem Thema). Und fertig ist das Grundgerüst Ihres Textes.

Die Zuordnung der Unterpunkte

Nun geht es an die Detailarbeit. Sie können nun den drei Hauptpunkten (Einleitung, Hauptteil, Schlussteil) verschiedene Unterpunkte zuordnen. Als Beispiel für die Einleitung: Faultiere sind eher langsam unterwegs, daher stellt sich die Frage, wie sie sich gegenüber möglichen Feinden wie Raubvögeln oder Schlangen verteidigen. Im Hauptteil folgt dann die Ausführung der Verteidigungsarten. Da es hypothetischer Weise fünf Verteidigungsarten gibt, bietet es sich an, den Hauptteil in fünf Unterpunkte zu gliedern, in denen jeweils eine Verteidigungsart erklärt wird. Im Schlussteil geht es dann nochmals darum, zusammenzufassen, was im Text behandelt wurde, oder eine Art Fazit zu ziehen und den Text abzuschliessen.

Das Gerüst steht: Fangen Sie an zu schreiben

Sie sehen das Textgerüst nun vor Ihrem inneren Auge oder in Ihrer Worddatei, aber Sie haben immer noch kein einziges Wort geschrieben? Dann los! Jetzt wissen Sie, was Sie wo thematisieren wollen und damit haben Sie auch Ihren roten Faden. Sie merken sofort, falls Sie von Ihrem Fahrplan abweichen und können schnell korrigieren. Die Restarbeit ist jetzt nur noch Malen nach Zahlen, Sie müssen einfach die einzelnen Punkte miteinander verbinden und schon haben Sie einen logischen und zusammenhängenden Text.